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Angeborene Herzfehler (Situationsbeschreibung) Seite 9 von 15

Gibt es Komplikationen?

Ein Operationsrisiko und Komplikationen birgt jeder noch so kleine invasive Eingriff. Herzrhythmusstörungen können durch Reizung des Sinusknotens oder des AV-Knotens auf Grund des operativen Eingriffs entstehen. Sie sind meist rasch wieder verschwunden, können aber auch die Hilfe eines Herzschrittmachers erfordern. Ein schon manifester Bluthochdruck in den Lungenschlagadern kann operativ nicht beseitigt werden. Auch Restdefekte können sich nach der Operation ergeben. Eine Herzmuskelschwäche kann sich in späteren Jahren entwickeln.

Kinder mit angeborenem Herzfehler haben vor und nach der Operation ein hohes Risiko an einer Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) zu erkranken. Endokarditis kann durch das Eindringen von Bakterien in die Blutbahn bei ärztlichen Eingriffen oder durch eitrige Erkrankungen entstehen. Darum erhalten alle gefährdeten Kinder einen sogenannten Endokarditisausweis oder Herzpass. Er beinhaltet neben den Daten der behandelnden Ärzte und Kliniken und der Herzfehlerdiagnose, eine genaue Beschreibung der durchzuführenden Endokarditisprophylaxe. Die Endokarditisprophylaxe ist die Vorbeugende Behandlung mit Antibiotika unmittelbar vor zahnärztlichen Eingriffen sowie größeren Eingriffen und Untersuchungen anderer Fachbereiche. Aber auch invasive Maßnahmen am Herzen selbst haben ein erhöhtes Risiko an Endokarditis zu erkranken. So kann z. B. auch häufig vor und nach Herzkatheteruntersuchungen eine Endokarditisprophylaxe notwendig sein. Ist ein Kind an Endokarditis erkrankt, wird es im Krankenhaus aufgenommen und vier Wochen mit Antibiotika behandelt.

Copyright, © 2000 Karin Nebeling, Krankenschwester           infobox
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