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Kinderkardiologie (Herzuntersuchungen) Seite 21 von 29

Aparative nicht-invasive Untersuchungen

Belastungs - Untersuchungen

EKG und Blutdruckmessungen in Ruhe vermitteln nicht immer genügend Wissen zur Beurteilung der Herzfunktion oder des Blutdruckverhaltens, besonders wenn Beschwerden erst während oder nach körperlicher Belastung auftreten. Hier kann bei größeren Kindern ein Belastungs-EKG (Ergometerbelastung) weiter helfen.

FahrradergometerZunächst werden EKG und Blutdruck in Ruhe aufgezeichnet bzw. gemessen. Danach muss das Kind sich soweit wie es vermag, zum Beispiel beim Fahrrad fahren auf dem Fahrradergometer (die Leistung wird durch geleistete Wattzahl im Liegen oder im Sitzen ermittelt) belasten, wobei das EKG- und Blutdruckverhalten während und einige Zeit nach der Belastung vom Arzt überwacht wird. Es gibt Aufschluss über die beschwerdefreie Leistungsfähigkeit, aber auch über die Herz-Kreislauf-Reaktionen unter und/oder nach der Belastung. Diese Untersuchung kann ebenfalls in Verbindung mit einer Einschwemmkatheteruntersuchung (Rechtsherzkatheter) durchgeführt werden.

Die Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) gehört ferner zu den wichtigsten nicht-invasiven Untersuchungen. Man unterscheidet in der Atmung verschiedene Faktoren, deren Gesamtbild die Beurteilung der Lungenfunktion zulässt. Atemluft (Respirationsluft) ist die, bei ruhiger Atmung mit jedem Atemzug ein- und ausgeatmete Luft. Ergänzungsluft (Komplementärluft) ist die Luftmenge, die bei ruhiger Atmung durch vertieftes Einatmen zusätzlich eingeatmet werden kann. Speicherluft (Reserveluft) ist die Luftmenge, die bei ruhiger Atmung durch verstärktes Ausatmen noch heraus gepresst werden kann. Restluft (Residualluft) ist die Luftmenge, die nach verstärkter Ausatmung noch in der Lunge verbleibt.

Als Vitalkapazität bezeichnet man die Luftmenge, die nach tiefster Einatmung durch maximale Ausatmung heraus befördert werden kann. Sie setzt sich zusammen aus Atemluft, Ergänzungsluft und Reserveluft.

Das Kind wird angeleitet die einzelnen Atemphasen auszuführen. Mit dem Spirometer, ein spezielles Gerät zur jeweiligen Gasvolumenmessung, es ist mit einer Atemmaske ausgestattet, wird die Fähigkeit der Lunge Luft aufzunehmen, bzw. abzugeben (Ventilationsgröße) geprüft. Die Prüfung der Lungenfunktion zeigt ob Atemnot und eine mangelhafte Sauerstoffsättigung des Blutes ursächlich eher einer Lungenfunktionsstörung zu zuordnen ist, bzw. schließt diese Ursachen aus.

Spirometrie und Ergometrie können als Spiroergometrie gemeinsam durchgeführt werden. Dieser spezielle Belastungstest hat Messdaten zum Ergebnis, welche auch die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit bei höchster Dauerleistungsfähigkeit widerspiegeln.

Copyright, © 1990 - 2019 Karin Nebeling, Krankenschwester           infobox
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