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Kinderkardiologie (Herzuntersuchungen) Seite 25 von 29

Aparative invasive Untersuchungen

Myokardszintigraphie

Der Begriff besteht aus folgenden Wortverbindungen:

- Myokard = Herzmuskulatur und
- Szintigraphie = flächenhafte graphische Darstellung.

Bei dieser Untersuchung wird eine ganz geringfügige Menge an radioaktiven Substanzen in die Blutbahn verbracht. In einem gut durchbluteten Herzmuskel stellen sich die Substanzen in einer gleichmäßigen Einfärbung des Herzmuskels dar. An den Stellen, an denen der Herzmuskel schlecht durchblutet wird oder sich abgestorbenes Herzmuskelgewebe befindet, ist eine geringere bzw. fehlende Einfärbung zu verzeichnen.

Für die Aufnahmen kommt eine spezielle Gammastrahlen-Kamera zur Anwendung. Der Ablauf der Untersuchung kann sich in eine Belastunsphase (Fahrradergometer) und Ruhephase unterteilen. In dem Fall wird nach der Belastung umgehend das Kontrastbild verabreicht. Sodann werden die ersten Aufnahmen gemacht. Anschließend wird ca. drei Stunden pausiert um danach erneut Aufnahmen auzufertigen.

Eine neuere Methode ist die Myokardszintigraphie mittels Gated SPECT (ein besonderes nuklearmedizinisches Schnittbildverfahren). Zusätzlich kommt bei dieser Untersuchung ein spezielles EKG-Gerät zum Einsatz, mit dem die Kammera aktiviert werden kann, also EKG-gesteuerte Aufnahmen, abgestimmt auf die jeweilige Herzaktivität, erfolgen können. In vielen Einzelbildern wird die Arbeit des Herzens aufgenommen und zu dreidimensionalen Bildern zusammengefügt. Bei dieser Untersuchungsform lässt sich die Herzmuskeldurchblutung und die Kontraktionsfähigkeit des Herzens beurteilen.

Copyright, © 1990 - 2019 Karin Nebeling, Krankenschwester           infobox
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